Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Weißenau


Die Kirchengemeinde St. Peter und Paul hat ihre Wurzeln im ehemaligen Prämonstratenserstift Weißenau, das über 650 Jahre (1145-1803) geistiger, geistlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt in der Region war. Die kirchlichen Gebäude mit ihren Ausstattungen und die Anlagen darum sind heute noch beredtes Zeugnis dieser Zeit; auch hat die Kirchengemeinde noch einige Feste aus der Klosterzeit bewahrt, so das Fünf-Wunden-Fest vor dem vierten Fastensonntag und das Magdalenenfest; ein heiliges Grab und eine barocke Kulissenkrippe erinnern ebenfalls noch jährlich an diese Jahrhunderte.

Die heutige qualitätsvolle Barockkirche (eingeweiht 1724) steht an Stelle einer ursprünglich dreischiffigen romanischen Basilika (1172-1722); sie wurde unter Abt Leopold Mauch von Franz Beer erbaut. Der Chor ist 100 Jahre älter, er beinhaltet bedeutende Einrichtungen, so das Chorgestühl und den Hochaltar. Das Kirchenschiff besticht durch das Zusammenwirken der Werke der damaligen Künstler: des Baumeisters Franz Beer, des Stukkateurs Franz Schmuzer, des Kirchenmalers Carl Stauder u.a. Hervorzuheben ist noch die Orgel von J.N. Holzhey (1785), die spätgothische Madonna (wahrscheinlich von Michael Erhart Ende 15. Jh.) und das achtstimmige Geläute.

Das Kloster wurde im Rahmen der Säkularisation im Jahre 1803 zwangsaufgelöst; über Graf Sternberg-Manderscheid kam es 1835 an den württembergischen König und ist somit heute im Besitz des Landes Baden-Württemberg.

Die Kirche in Mariatal (1166 der hl. Jungfrau Maria und des hl. Nikolaus geweiht) war bis Mitte des 14. Jahrhunderts die Kirche eines bedeutenden Frauenkonventes der Prämonstratenser; das bedeutendste Mitglied des Konvents war wohl die erste Gemahlin Friedrich Barbarossas, die Markgrafentochter Adela von Vohburg. Das romanische Kirchlein wurde im 18. Jahrhundert barockisiert; die bedeutenden Gemälde stammen C. Stauder und J.G. Roth. Durch das Einfügen des Gnadenbildes "Maria Tallensis" im Jahre 1757 wurde das Gotteshaus bis heute Wallfahrtsort für Leidtragende; es ist seit 1742 im Besitz der Kirchengemeinde Weißenau.

Gewallfahrtet wurde seit 1283 - und wird bis heute- aber vor allem zum Heiligen Blut von Weißenau. Glaubhafter Überlieferung nach hat die hl. Maria Magdalena unter dem Kreuz mit Blut vermenge Erde des Erlösers gesammelt; über Südfrankreich und Straßburg kam es 1283 nach Weißenau und wird seither hier sehr verehrt.

Die Kirchengemeinde umfasst heute rund 2800 Katholiken. In über 20 Gruppierungen - und vor allem in den Gottesdiensten - zeigt sich erfreulich reges Leben.

Der Magdalenensaal im Gemeindehaus - und vor allem die ehemalige Klosterkirche - sind dabei Mittelpunkte der Gemeindetreffs und der Gottesdienste, die - besonders an den Feiertagen - überaus festlich gestaltet werden.




Kontakt:

Abteistraße 2/3

88214 Ravensburg/Weissenau

Tel: 0751 / 6 15 90

 


Hier geht es zu unserer Internet-Seite:

http://www.pfarrgemeinde-weissenau.de


Impressum